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Aktuelles aus Fachbereich und ÖH

Johann Puch Automotive-Award für Robotik-Absolventen

(2017-11-16) DI David Wirthl entwickelte für seine Masterarbeit am Institut für Robotik einen Fahrroboter zum reproduzierbaren 2017-11-16 JohannPuchAward.pngTesten von Fahrerassistenzsystemen. Dafür wurde er am 14. November in der voestalpine Stahlwelt mit dem Johann Puch-Award ausgezeichnet.

Ein Fahrroboter besteht aus mehreren Aktuatoren, die in einem kommerziellen Automobil so montiert werden, dass damit die Betätigung der Pedale und des Lenkrads möglich ist. Die mechanische Konstruktion des von Wirthl entwickelten Fahrroboters lässt einem Fahrer ausreichend Platz am Fahrersitz, sodass er einen laufenden Test überwachen und bei Bedarf in das Geschehen eingreifen kann. Außerdem liegen keine Teile der Konstruktion im Prallbereich des Fahrers, wodurch gewährleistet ist, dass bei einem Unfall die Airbags wie gewohnt auslösen können.

„Mein Ziel war, mithilfe des Fahrroboters ein Fahrzeug einer vorgegebenen Trajektorie folgen zu lassen“, sagt Wirthl. Ein reproduzierbares, möglichst genaues Folgeverhalten ist eine entscheidende Voraussetzung für die Entwicklung und Überprüfung von Fahrerassistenzsystemen.

Das verwendete Konzept für die Trajektorienfolgeregelung sieht eine Entkopplung der Antriebs- und der Lenkregelung vor. Dadurch wird es möglich, bei unterschiedlichen Tests das Augenmerk bei der Longitudinalen Regelung des Fahrzeugs einmal auf eine Weg- und ein anderes Mal auf eine Geschwindigkeitsregelung zu legen, ohne dabei die Lenkregelung zu beeinflussen.

Wirthl errang mit dieser Arbeit unter mehr als 30 Einreichungen den 2. Platz. Der Johann Puch-Award ist von Magna Steyr gestiftet und wurde heuer zum 17. Mal vergeben. Steyr-Chef Karl-Friedrich Stracke meinte bei der Preisverleihung: „Die prämierten Arbeiten werden die österreichische Autoindustrie nach vorne bringen“. Wirthl ist nach dem erfolgreichen Abschluss des Mechatronik-Studiums mittlerweile Entwicklungsleiter der Abteilung „Active Safety“ bei Dr. Steffan Datentechnik.

Foto: Bei der Preisverleihung: Werner Pamminger (BizUp), Karl-Friedrich Stracke (Magna Steyr), David Wirthl, Assoc.Univ.-Prof. Dr. Hubert Gattringer (Institut für Robotik), LH-Stv. Michael Strugl

Gastvortrag Dr. Rupitsch: Piezoelektrische Wandler: Realistische Simulationen und ausgewählte Anwendungen

Die Einsatzgebiete piezoelektrischer Wandler (Sensoren und Aktoren) reichen von der diagnostischen Medizin über die Prozessmesstechnik bis hin zur Automobilbranche. Zurückzuführen sind diese weitreichenden Einsatzgebiete auf die Möglichkeit der Wandlung elektrischer und mechanischer Energie. Um die Entwicklung von piezoelektrischen Wandlern kosten- und zeiteffizient zu gestalten, kommen heutzutage vorwiegend numerische Simulationswerkzeuge zum Einsatz. Der Vortrag beleuchtet dabei auftretende Probleme (z. B. unpräzise Materialparameter). Es werden simulationsbasierte Methoden vorgestellt, mit denen sich das Verhalten piezoelektrischer Wandler realitätsnah beschreiben lässt. Ausgewählte Anwendungen (z. B. Energy-Harvesting) verdeutlichen die Bedeutung numerischer Simulationen bei der Entwicklung und für den praktischen Einsatz piezoelektrischer Wandler.

Wir laden Sie sehr herzlich ein zum Gastvortrag

Piezoelektrische Wandler:
Realistische Simulationen und ausgewählte Anwendungen

Wann: Freitag, 01. Dezember 2017, 10:30 Uhr – 11:30 Uhr

Wo: JKU, BA 9912

Organisation: Institut für Elektrische Messtechnik, Univ.-Prof. Dr. Bernhard Zagar

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DI Dr. Stefan J. Rupitsch absolvierte 2004 das Mechatronik-Studium an der JKU. Im Jahre 2008 erfolgte die Promotion auf dem Gebiet der Rupitsch.pngAkustischen Mikroskopie.

Rupitsch war von Januar 2005 bis November 2008 Forschungsassistent am Institut für Elektrische Messtechnik. Derzeit ist er als Akademischer Rat am Lehrstuhl für Sensorik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg tätig. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen piezoelektrische Sensoren und Aktoren, simulationsbasierte Materialcharakterisierung, Akustische Mikroskopie, Smarte Strukturen, Ultraschall-Durchflussmessung sowie Energy-Harvesting-Systeme.

Willkommen zum MA Mechatronik!

(16.10.2017) Ein Masterstudium der Mechatronik an der JKU steht nicht nur Mechatronik-Bachelor-AbsolventInnen offen. Auch AbsolventInnen anderer Bachelor-Studiengänge können den Master Mechatronik an der JKU machen und sind herzlich willkommen!

Aus folgenden Bachelorstudien bzw. Fachhochschul-Bachelorstudiengängen gibt es häufige Übertritte ins Masterstudium Mechatronik:

  • Universität Salzburg: BA Ingenieurswissenschaften
  • TU Graz: BA Elektrotechnik, BA Maschinenbau
  • Fachhochschule Wels: BA Automatisierungstechnik
  • Universität Innsbruck: BA Mechatronik
  • TU Wien: BA Elektrotechnik und Informationstechnik, BA Maschinenbau
  • FH Vorarlberg: BA Mechatronik
  • Management Center Innsbruck: BA Mechatronik

Übertritte sind jeweils für alle Curriculumsversionen möglich.

In manchen Fällen sind Ergänzungsprüfungen zum Einstieg ins Mechatronik-Masterstudium nötig, Auskunft dazu gibt Präses o.Univ.-Prof. Dr. Philipp Gittler, Email: philipp.gittler@jku.at.

Weitere Informationen zur Durchlässigkeit zwischen österreichischen Bachelor- und Masterstudien.

 

LIT-Projekt: Kleinste Sensoren zur Analyse von Gelenksflüssigkeiten

(16.10.2017) Wenn jemand an Arthritis, Arthrose oder Gicht erkrankt, dann geht dies mit Veränderungen der Gelenksflüssigkeit einher. SEED, Voglhuber.pngEs bilden sich beispielsweise bei Gicht Kristalle in der Gelenksflüssigkeit. Derzeit müssen LaborantInnen die Anzahl der Gichtkristalle in Proben unter dem Mikroskop zählen, wenn sie wissen möchten wie weit die Krankheit fortgeschritten ist. Mit Hilfe von Mikrosensoren, die wie eine winzige Waage funktionieren, soll künftig das Absinken der Kristalle in der Flüssigkeit detektiert und der Anteil der Kristalle ermittelt werden. Mikrosensoren zur Messung des Fließverhaltens bieten aber auch zur Bestimmung anderer Gelenkserkrankungen, wie Arthritis und Arthrose, entscheidende Vorteile.

Mikrosensoren können bei der Erforschung von Gicht zur langzeitlichen Überwachung  des Kristallwachstums und zur Untersuchung der Kristallisationstendenz bei veränderten chemischen Einflüssen eingesetzt werden. „Wir sind derzeit bei der technischen Entwicklung der Mikrosensoren. Das Schöne an diesen ist, dass sie robust und einfach in der Anwendung sind. Sie könnten daher  langfristig den Weg in die klinische Praxis finden“, sagt Dr. Thomas Voglhuber-Brunnmaier, Leiter des LIT Seed-Projekts „Sensing Arthritis with Integrated Novel Tools (SAINTS)“.

Aber nicht nur Gicht, sondern auch Arthrose und Arthritis können mit Mikrosensoren frühzeitig erkannt werden. Die Gelenksflüssigkeit, die eigentlich eher ein Gel als eine Flüssigkeit ist, hat beim gesunden Menschen ein bestimmtes Fließverhalten. Sie darf weder zu flüssig noch zu wenig elastisch sein, damit garantiert ist, dass die Reibung im Gelenk passt und es zu keiner Knorpelabnützung und in der Folge Abreibung und Entzündung kommt.

Derzeit werden schmerzende Gelenke oftmals geröntgt, was abgesehen von den möglichen Nebenwirkungen den Nachteil hat, dass eine tatsächliche Abnützung des Gelenks erst spät sichtbar und somit auch am Röntgenbild zu erkennen ist. Andere aktuelle Untersuchungsmethoden, die die Gelenksflüssigkeit analysieren, benötigen relativ große Mengen an Flüssigkeitsproben.

Für die Mikrosensoren reicht bereits ein Tropfen Gelenksflüssigkeit, um Veränderungen festzustellen. Derzeit entwickelt Dr. Erwin Reichel im SAINTS-Projekt zwei unterschiedliche  Analysemethoden mit Mikrosensoren: Einerseits wird über die Resonanzmessung schwingender Strukturen die Viskoelastizität gemessen. Dies ist ein verlässliches Maß für die Konzentration und Zusammensetzung der Hyaluronsäure, welche die wichtigste Komponente der Gelenksflüssigkeit darstellt. Andererseits wird über eine elektrische Spannung gemessen, wie weit sich ein Tropfen der Flüssigkeit dehnen lässt, - auch dies lässt Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand der Flüssigkeit zu. „Mikrosensoren werden schon relativ lange dafür eingesetzt, zum Beispiel das Fließverhalten von Öl zu messen. Biologische Proben wie unsere Gelenksflüssigkeiten, Blutserum oder die Absonderung von Schleimhäuten sind aber viel schwieriger zu analysieren“, sagt Reichel. Dies gelingt nun in Zusammenarbeit mit ChemikerInnen der JKU.

Die neu entwickelten Verfahren werden mit synthetischen Referenzflüssigkeiten genau untersucht, um die medizinische Relevanz der ermittelten Werte belegen zu können.

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Dr. Thomas Voglhuber-Brunnmaier studierte an der JKU Mechatronik und war zunächst auf Elektrische Messtechnik spezialisiert. Nach dem Voglhuber-Brunnmaier.jpgSammeln praktischer Erfahrung in einer Sensorikfirma nützte Voglhuber die Chance, seine Dissertation bei Univ.-Prof. Dr. Bernhard Jakoby am JKU-Institut für Mikroelektronik und Mikrosensorik zu schreiben. „Prof. Jakoby ist der Ruf vorausgeeilt, ein hervorragender Wissenschafter zu sein, weshalb  ich mich sehr glücklich schätzen konnte, bei ihm das Doktorat zu machen. Ich habe dadurch in vielen Bereichen Neues dazugelernt.“

Für die Dissertation bekam Voglhuber mehrere Preise verliehen.

Aktuelle Forschungsschwerpunkte liegen auf der Modellierung von Sensorstrukturen, Signalverarbeitung zur Messdatenauswertung und Entwicklung von Fluidsensorkonzepten.

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Dr. Erwin K. Reichel studierte Mechatronik an der JKU mit Schwerpunkt Elektrische Messtechnik und Signalverarbeitung, wo er seine Reichel Erwin 2.JPGDiplomarbeit auf dem Gebiet der Akustooptik abschloss. Seine Dissertation verfasste er am Institut für Mikroelektronik und Mikrosensorik und konzentrierte sich hier insbesondere auf die Viskositätsmessung komplexer Flüssigkeiten.

Als PostDoc verbrachte Reichel drei Jahre an der Universität Leuven in Belgien, wo er an einem Projekt für die European Space Agency ESA mitarbeitete. „Wir haben ein System entwickelt, das an Board der Raumstation ISS Kristallisationsprozesse untersuchen sollte“.

Das Maßschneidern von Sensorsystemen für die Flüssigkeitsanalyse ist nach wie vor das wichtigste Forschungsanliegen von Reichel. Dazu wurden auch schon zwei Patente erteilt.

Einladung zu Bier und Brez'n

(9.10.2017) Alle Erst- und Zweitsemestrigen der Mechatronik sowie Elektronik und Informationstechnik sind sehr herzlich zur Willkommensveranstaltung „Bier & Brez´n Fest“ eingeladen, die am Dienstag, 17. Oktober 2017, ab 15:30 Uhr im Science Park 3 der JKU im Hörsaal 19 stattfinden wird.

Bei der Willkommensveranstaltung bekommen Sie alle wissenswerten Informationen zu Ihrem Studium und haben die Möglichkeit, in einem informellen Rahmen Professoren, Lehrende, MitarbeiterInnen der Institute und Ihre neuen StudienkollegInnen sowie StudienvertreterInnen kennenzulernen.